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Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald

Aktuelles

Das „Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald" ist ein Kooperationsprojekt der Integrierten Ländlichen Entwicklung ILE nord23 mit BayernNetzNatur. Projektträger sind die acht Gemeinden, unterstützt von der Kreisfachberatung für Obst- und Gartenkultur, der Unteren Naturschutzbehörde, dem Landschaftspflegeverband des Landkreises Straubing-Bogen sowie den Obst- und Gartenbauvereinen und dem Naturpark Bayerischer Wald.
Das Projekt wird gefördert von der Höheren Naturschutzbehörde an der Regierung von Niederbayern aus Mitteln des Freistaates Bayern (Bayer. Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit) und dem Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) sowie vom Amt für Ländliche Entwicklung Niederbayern aus Mitteln des Bayer. Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.



Apfelsammlungen des Netzwerk Streuobst beginnen früher!

Auftakt am Samstag, 8. September in NeukirchenEigenmarke Vorwald-Apfelsaft wird hergestellt

Am Samstag, den 8. September werden vom Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald wieder Äpfel gesammelt! Dann findet, wie immer, der erste Sammeltermin von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr in Neukirchen, am Wertstoffhof statt. Nachdem die Äpfel heuer zwei bis drei Wochen eher reif werden aufgrund der langanhaltenden Hitzeperiode, wurde für den Beginn der Sammlungen dieser frühere Zusatztermin festgelegt. Es folgen die Sammlungen nochmals in Neukirchen, am Samstag, den 22. September, 6. Oktober und 20. Oktober, und außerdem am Samstag, den 29. September in Falkenfels beim Wertstoffhof, am Freitag, 5. Oktober in Rattiszell (Lagerhaus Raiffeisen) und am Freitag, den 12. Oktober in Wiesenfelden (Lagerhaus Raiffeisen). Alle Sammlungen finden von 13:30 Uhr bis 15:30 Uhr statt.

Grundsätzlich stehen allen Obstlieferanten immer alle Sammeltermine offen. Wichtig ist vor allem, dass die Äpfel möglichst frisch, je nach Sorte gut gereift und ohne Faulstellen oder Ausschnitte abgeliefert werden. Ansonsten kann das Sammelgut nicht angenommen werden! „Nur so lässt sich die gute Qualität erreichen, die für das Obst aus dem Bayerischen Vorwald typisch sein soll", merkt Rudi Seidenader, Bürgermeister der Gemeinde Neukirchen und Sprecher der Netzwerk Streuobst-Gemeinden an. Er empfiehlt: „Bitte bringen Sie ihr Obst in geeigneten Behältnissen, wie z.B. Säcken, Körben, Kisten, Wannen oder dergleichen und achten Sie sorgfältig darauf, dass kein angefaultes Obst dabei ist". Für größere Anlieferungsmengen können auch Bigbags bei den Gemeinden mit Sammelstellen angefordert werden.


Und natürlich wird es dann auch heuer wieder den regionalen Vorwald-Apfelsaft geben, der aus Äpfeln der Sammlungen hergestellt wird. Wie im letzten Jahres wird er dann in verschiedenen regionalen EDEKA-Märkten und Gastronomiebetrieben voraussichtlich ab etwa Dezember erhältlich sein. Fragen Sie nach, wo es den Vorwald-Apfelsaft gibt und helfen auch sie als Verbraucher mit, die heimische Obstkultur zu erhalten. An den Sammelstellen werden die Äpfel gewogen und jeder Anlieferer bekommt die Daten seiner Anlieferung. Ganz wichtig ist, dass alle Obstbesitzer, die bereits einmal ihre Äpfel gebracht haben, die Kundennummer mitbringen, die sie von der Kelterei Nagler bekommen haben. Das vereinfacht die Annahme erheblich! Bei Neuanlieferern nehmen die Gemeinden die Kontaktdaten auf und leiten diese an die Kelterei Nagler aus Regensburg weiter, wo dann eine Kundennummer für sie angelegt wird.


Wie immer wird die Kelterei Nagler das gesammelte Obst abholen. Sie liefert auch die Bigbags, also die Sammelbehälter und die Europaletten vor den Sammlungen aus, die die Gemeinden für die Sammlung brauchen. Der Auszahlungspreis für die Äpfel liegt, wie in den letzten Jahren wieder bei 10,- € pro 100 kg Äpfel. Auch eine preisgünstige Gutscheinregelung ist natürlich möglich. Die Saftabholung wird über "Getränke Graf", Erlenstraße 12, 94356 Kirchroth, abgewickelt.

Aktuelles

Im „Vorwald“ geht es den Bienen gut

Imkereipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion besuchte Neukirchener Lehrbienenstand
„Kaiser Wilhelm II. regierte noch in Deutschland, als der Imkereiverein Steinburg-Neukirchen gegründet wurde", blickte der Vorsitzende Josef Brem auf die Anfänge der organisierten Imkerei in seiner Gemeinde zurück. Gemeinsam mit Bürgermeister Rudi Seidenader und stellvertretendem Landrat Franz-Xaver Eckl begrüßte er die imkereipolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Ruth Müller aus dem Nachbarlandkreis Landshut, die gemeinsam mit dem Vorsitzenden der SPD Mitterfels, Marvin Kliem, und SPD-Kreisvorstand Stefan Diewald zu einem Besuch an den Lehrbienenstand am idyllischen Waldrand der Gemeinde gekommen war. Alt-Bürgermeister Heinrich Lobmeier erinnerte an die Anfänge des Lehrbienenstands, der vor rund 20 Jahren errichtet wurde, um das Wissen der Imker und Imkerinnen weiterzuvermitteln.


In der dritten Generation imkert jetzt der Vorsitzende Josef Brem und hat derzeit 20 Völker, während am Lehrbienenstand sechs Völker beheimatet sind und von den zahlreichen Obstbäumen und Hecken profitieren. Auch der Standort im Bereich des Kreisobstlehrgartens sei sehr gut, betonte der Bürgermeister. Der Imkereiverein überreiche jedes Jahr eine beachtliche Honigspende für gemeinnützige Zwecke, wie beispielsweise Kindergärten oder andere soziale Einrichtungen.


Neukirchen sei Mitglied der ILE nord23 und habe gemeinsam mit den Gemeinden Ascha und Falkenfels die „Vorwald"-Initiative gegründet, die Obstsäfte, Honig und andere Spezialitäten aus der Region anbietet. Eine Kostprobe davon erhielt Müller vom Bürgermeister und dem Imkereivorsitzenden überreicht. Hervorragend sei auch die Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Bayerischer Wald, bemerkte der stellvertretende Landrat Eckl. Das nächste Ziel sei die Erneuerung des Obstlehrpfades unter dem Motto: „Die Obstwiese lebt". Im Frühjahr 2019 ist dessen Fertigstellung vorgesehen.


„Mir ist es immer wichtig, mit den Imkerinnen und Imkern ins Gespräch zu kommen und so direkt zu erfahren, wo der Schuh drückt", so Müller. Zugleich böten die Besuche aber auch die Gelegenheit, die zahlreichen parlamentarischen Initiativen der SPD-Landtagsfraktion für die Imkerei vorzustellen. So habe man beispielsweise erst kürzlich beantragt, dass an den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Stellen zur Unterstützung der Neuimker geschaffen werden, was leider abgelehnt worden sei. Zudem habe man sich mit Bienenwachsverfälschungen, der Wirksamkeit des „Varroa-Killersounds" oder der Abschaffung der Apothekenpflicht von thymolhaltigen Produkten befasst, gab Müller nur einen kleinen Abriss der über zwei Dutzend Anträge in Sachen Imkerei in den letzten fünf Jahren.
„Wir legen auch Wert auf gemeindeeigene Blühflächen in unserer Kommune", so der Bürgermeister bei dem Vor-Ort-Termin.


Für Bezirkstagskandidat Kliem muss sich in Zukunft auch der Bezirk von Niederbayern verstärkt dem Thema Imkerei annehmen. Dabei fordert er die Errichtung eines niederbayerischen Imkereizentrums, mit welchem besonders junge Menschen durch Öffentlichkeits- und Bildungsarbeit motiviert werden sollen, die für die Umwelt wertvolle Arbeit des Imkereiwesens zu verfolgen. Wichtig sei hierbei allerdings auch das Bewußtsein bei den Bürgerinnen und Bürgern für bienenfreundliche Bepflanzung im eigenen Garten zu wecken, so Müller. Sie überreichte dem Vorsitzenden Josef Brem einige Exemplare des „Bienen-Blühkalenders", den die SPD-Landtagsfraktion erstellt hat, damit jeder die Gelegenheit hat, die wertvolle Arbeit der Bienen zu unterstützen. „Bienen sind ein Gradmesser für den Zustand unserer Umwelt", so Müller. „Geht es der Umwelt gut, geht es den Bienen gut und damit geht es auch den Menschen gut"


Bald wieder Apfelsammlungen des Netzwerks Streuobst

Im Netzwerk wird die Vermarktung gefördert

Schön anzuschauen war die herrliche weiß-rosa Blütenbracht im Frühjahr an den Obstbäumen und jetzt ist heuer überall zu sehen: unter der Last der Früchte ächzende und sich biegende Äste an den Apfelbäumen. „Nachdem die Äpfel heuer eher reif sind, ist es bald an der Zeit, dass auch das „Netzwerk Streuobst Bayer. Vorwald" mit seiner Sammelaktion in Aktion tritt", so Netzwerksprecher Bürgermeister Rudi Seidenader. Er misst zusammen mit seinen sieben Bürgermeisterkollegen der Netzwerkgemeinden dem Streuobstbestand landschaftsprägende und ökologisch wertvolle Bedeutung bei.

 

Seit 2011 gibt es, entsprungen aus den ILE-nord23 Gemeinden, das „Netzwerk Streuobst Bayer. Vorwald". Gegründet von den Kommunen Ascha, Neukirchen und Falkenfels, ist die Zahl der Netzwerkgemeinden mittlerweile auf acht angestiegen. Perasdorf, Rattiszell, Sankt Englmar, Steinach und Wiesenfelden kamen hinzu. Neukirchen wurde wegen seiner vielen Obstbäume in den 60iger Jahren auch als das „Obstbaumparadies" bezeichnet. So liegt es auch an der Hand, dass die Federführung von der Gemeinde Neukirchen mit Bürgermeister Rudi Seidenader als Netzwerksprecher übernommen wurde. Er führt aus: „Mit unserem Gemeinschaftsprojekt „Netzwerk Streuobst Bayerischer Vorwald" setzen sich die Gemeinden dafür ein, dass die wertvollen Streuobstwiesen auch weiterhin Bestand haben. Der Erhalt der für die Region so landschaftsprägenden und ökologisch wertvollen Streuobstbestände ist unser gemeinsames Ziel".


Es werden nicht nur Neupflanzungen und Erstpflegeschnitt gefördert, sondern auch die Obstvermarktung, lässt Seidenader wissen und bemerkt:
„Die Früchte sind heuer aufgrund des sonnigen Wetters bereits deutlich früher reif als sonst und überstehen die Hitze in manchen Obstanbaugebieten sicher nicht unbeschadet. Darum müssen wir uns sputen die Sammlungen zu organisieren. Die sechs Sammeltermine wurden daher in der letzten Steuergruppensitzung der Netzwerkpartnerbereits abgestimmt und werden vom 22. September bis 20. Oktober in Neukirchen, Wiesenfelden, Falkenfels und Rattiszell sein", so das Neukirchener Gemeindeoberhaupt.

 

Flüssiges Gold aus Äpfeln

Die Bäume tragen so viele Früchte, wie selten zuvor, die Äste biegen sich aufgrund der Last teilweise bis zum Boden, einige sind auch abgebrochen.

Allerdings aufgrund der großen Hitze sind die Äpfel heuer teilweise etwas kleiner als sonst und teilweise auch wurmbefallen, konstatiert Bürgermeister Rudi Seidenader und betont fortfahrend: „Das Netzwerk Streuobst hat es sich insbesondere auch zum Ziel gesetzt, die Apfelverwertung durch die betriebenen Sammelstellen anzubieten hin zum „flüssigen Gold" mit dem Apfelsaft der patentrechtlich geschützten Eigenmarke „Vorwald-Apfelsaft – ganz nah am Ursprung".


Man unterscheidet zwischen guten und schlechten Apfeljahren und heuer wird es eine ausgesprochen gute Ernte. In seinem Abschlussbericht der Projektphase 2014 bis 2017 listet das Büro landimpuls GmbH, Regenstauf, mit dem eine sehr gute Projektzusammenarbeit erfolgt, wie auch mit dem Büro MKS, Ascha, folgende Sammelmengen auf: 2011 = 40.000 kg, 2012 = 112.000 kg, 2013 = 7.000 kg, 2014 = 34.000 kg, 2015= 8.500 kg, 2016 = 31.000 kg und 2017 = 2.200 kg. Pauschal gesagt: Einem ertragreichen Jahr folgt dann ein geringerer Ernteertrag. Hier bewährt sich die Partnerschaft des Netzwerks Streuobst mit der Kelterei Nagler ganz besonders.


Kelterei Nagler bewährter Partner
Müsste man die Apfelmengen jeweils eigenständig über das Projekt vermarkten, würden diese starken Schwankungen nicht zu bewältigen sein. In der Kelterei kann die Übermenge in der Gesamterfassung ausgeglichen werden. Es werden in der Regel nicht mehr als 2.000 bis 5.000 Liter Vorwald-Apfelsaft hergestellt und auf den Markt gebracht, was einer benötigten Apfelmenge zwischen 3.000 kg und 8.000 kg entspricht.


Verkaufspartner des Vorwald-Apfelsaftes sind für die limitierte Produktionsmenge die Gastronomie Reiterhof Schober, und Berghotel Maibrunn sowie die EDEKA-Märkte Bugl (Sankt Englmar), Schroll (Neukirchen), Stadler-Honner (2x Straubing, Mitterfels), Moder (Furth) und Haselbeck (Kirchroth).
Aber auch andere Produkte gibt es unter der Vorwald-Marke zwischenzeitlich:, Honig, Apfelschaumwein und Sonnengold-Honigwein. Hierfür obliegt jedoch die Vermarktung dem Erzeuger selbst. Der im vergangenen Jahr erstmals erzeugte Streuobstler wird über den Kreisverband der Obst- und Gartenbauvereine vertrieben.


Streuobstwiesen sind ein Paradies für Tiere
Die alten Streuobstwiesen erleben, nicht nur aus Ertragserwägungen heraus, eine Renaissance und steigende Wertschätzung. Bundesweit umfasst deren Bestand nach Schätzungen des Naturschutzbundes rund 400. 000. Hektar. Man hat erkannt, wie ungemein wertvoll diese Biotope sind. Streuobstwiesen sind ein einzigartiger Naturlebensraum für vielfältige Tierarten, die sich hier wohl fühlen und ihr Auskommen finden, vom Käfer, Hummeln und Bienen bis hin zu vielen Vögeln.
Über die Naturschutzprogramme kann auch heuer wieder die Neupflanzung von Streuobstbäumen, ein Erstpflegeschnitt bei überalterten Bäumen, aber auch die Biotopvernetzung z.B. durch Pflanzung von Feldhecken mit bis zu 85 Prozent der Kosten gefördert werden, informiert Bürgermeister Seidenader. Er zeigt sich auch zuversichtlich, dass heuer der eintausendste Obstbaum neu gepflanzt werden kann im Zuge des Netzwerkprojektes. Die Information der Landwirte über die gebotenen Möglichkeiten einer ökologischen Landbewirtschaftung im Rahmen des Vertragsnaturschutzprogramms ist ebenfalls Schwerpunkt der Beratungen.


Neue Zielsetzungen formuliert
Mit Auslauf der aktuellen Projektphase steht nun allerdings eine Neuorientierung bevor. Während der Leistungsbereich A (Naturschutz) weitergeführt werden kann, ist der Leistungsbereich B (Vermarktung) in der bisherigen Weise nicht möglich. Gleichwohl stehen aber auch hier große Aufgaben bevor mit der Fortführung der Sammelaktionen, Stabilisierung bestehender und Aufbau weiterer Vorwald-Produkte, Fortführung von Aktionen wie Streuobstwochen in der Gastronomie, Themenwege, touristische Entwicklung, neue Wertschöpfungseffekte und Einiges mehr. Dazu hat das eingeschaltete Büro landimpuls auch ein neues Rahmenkonzept mit dem Titel „Kultur.Landschaft.Kulinarik" aufgrund der attraktiven Kulturlandschaft mit innovativen Ansätzen zur touristischen Positionierung der ILE nord23-Region im Benehmen mit den Trägergemeinden und Behörden erarbeitet. Der Projektantrag liegt dem Amt für Ländliche Entwicklung zur Prüfung vor. Die 23 in der kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Integrierte Ländliche Entwicklung" (ILE) nord23 zusammengeschlossenen Gemeinden fungieren als Projektträger. Nach Bewilligung der beantragten staatlichen Zuwendungen sollen noch in diesem Jahr erste Maßnahmen konkret umgesetzt werden.

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