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Aktuelles

Bürgermeister Matthias Wallner (rechts) mit den ausgeschiedenen Gemeinderäten Thomas Zißler (links), Winfried Sepaintner (3. von links), Stefan Dittrich (4. von rechts), Martina Länger (3. von rechts), ehemaligem Zweiten Bürgermeister Hans Liebl (4. von links), Altbürgermeister Rudi Seidenader (2. von rechts) und der ehemaligen Kindergartenleitung Franziska Wirth (2. von links).

Verabschieungs-Triologie in der Bayerwald-Residenz

Ehemaliger Bürgermeister, Gemeinderäte und Kindergartenleitung verabschiedet

Mit zünftiger Musik der Unterholzner Gracherl Sümpfoniker begann der ereignisreiche Abend in der Bayerwald-Residenz in Neukirchen, an dem der ehemalige Bürgermeister Rudi Seidenader, die ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder der letzten Wahlperiode sowie die langjährige Kindergartenleiterin Franziska Wirth verabschiedet wurden.

 

Nachdem Erster Bürgermeister Wallner die Gäste begrüßte, wurden die anwesenden Gäste erst einmal vom Team der Bayerwald-Residenz kulinarisch versorgt, bevor zweiter Bürgermeister Robert Zimmerer das Wort ergriff, um die ausgeschiedenen Gemeinderatsmitglieder Stefan Dittrich (im Gemeinderat von 2014 – 2020), Georg Fundeis (2008 – 2020), Martina Länger (2014 – 2020), Winfried Sepaintner (1996 – 2020) und Thomas Zißler (2002 – 2020) zu verabschieden. Hierzu verlas er die jeweiligen langjährigen Tätigkeiten der Personen sowie die Mitgliedschaften in den verschiedensten Ausschüssen der Gemeinde und lobte ihr ehrenamtliches Engagement. Auch Hans Liebl, der von 2008 bis 2013 Dritter Bürgermeister und von 2013 bis 2020 Zweiter Bürgermeister war, wurde verabschiedet und erhielt, wie alle anderen, ein Weinpräsent. Hans Liebl wandte sich mit Dankesworten an die Gäste und gedachte auch seiner Vorgängerin, Frau Evi Sepaintner, nach deren Ableben er im Jahr 2013 zum Zweiten Bürgermeister wurde.


Nach einer kurzen Pause kam der zweite Programmpunkt, den Dritte Bürgermeisterin Gabi Hastreiter gestaltete. Bereits im Mai 2020 hatte die langjährige Kindergartenleitung Franziska Wirth die Freistellungsphase der Altersteilzeit angetreten. Frau Wirth, oder „Fannerl", wie sie liebevoll genannt wurde, war 33 Jahre Leiterin der Kindertagesstätte St. Martin in Neukirchen. Nachdem ihr im Jahr 1977 das Abschlusszeugnis zur staatlich anerkannten Erzieherin verliehen wurde und sie noch acht Jahre lang im Kindergarten Niederwinkling tätig war, zog es sie nach ihren eigenen Kindererziehungszeiten zum 1. September 1987 nach Neukirchen, wo sie sogleich die Leitung übernahm. Mithilfe einer kurzen Präsentation hielt die Rednerin Hastreiter nochmals Rückschau auf das Geleistete sowie die besonderen Momente und Aktivitäten, die nochmals zeigten, mit welcher Freude und mit welch großem Herz Franziska Wirth ihrer Arbeit nachging. „Liebe Fannerl, kleine Menschen brauchen so große Herzen wie deins" stellte Hastreiter fest und erklärte, dass Frau Wirth jedes einzelne Kind genau so wie es war gesehen und geschätzt hat und die Stärken der Kinder erkannte und förderte – ganz nach dem Motto „Ein Kind ist wie ein Schmetterling im Wind: Manche fliegen höher als andere, aber alle fliegen so gut sie können. Sie sollten nicht um die Wette fliegen, denn jeder ist anders, jeder ist speziell und jeder ist wunderschön". Mit herzlichen Dankesworten schloss Hastreiter ihre Rede ab und wünschte Frau Wirth nun Zeit für die Familie, für die Enkel und vor allem für sich selbst. Nach diesen rührenden Worten und der Überreichung eines Weinpräsents ergriff auch Frau Wirth nochmal das Wort, um „Danke" zu sagen – für das entgegengebrachte Vertrauen in den ganzen Jahren und natürlich auch für die lieben Worte, die im Rahmen dieser Feierlichkeit noch einmal gefunden wurden, um ihr einen schönen Abschied zu gestalten.


Nach einer kurzen Pause kam der Abend zu seinem Höhepunkt, als Bürgermeister Wallner das Wort ergriff, um den Bürgermeister a. D. Rudi Seidenader zu verabschieden. Seine Abschiedsrede betitelte er mit „Nutze die Zeit" – im Hinblick auf die 26-jährige Mitwirkung im Gemeinderat, die 12-jährige Tätigkeit als Erster Bürgermeister, und das als vierfacher Familienvater, mittlerweile Opa und einer fordernden beruflichen Tätigkeit neben dem Ehrenamt, stellte er sich die Frage: „Wie geht das zeitlich?" Bei der Suche nach einer Erklärung ging Wallner weit zurück, und zwar, wie er mit zwinkerndem Auge verrät, 2.400 Jahre zurück in die Zeit des Sokrates, der sagte „Es ist nicht wenig Zeit, die wir haben, sondern viel Zeit, die wir nicht nutzen". Und Wallner erklärte „Rudi, du hast die Zeit wirklich genutzt." Er lobte die intensive Arbeit, die Bereitschaft, als Vertreter für das Gemeinwohl immer vernünftige Lösungen zu finden und die Wahrnehmung seiner Pflichten mit unermüdlichem Einsatz. Mit einer Präsentation blickte Wallner gemeinsam mit den Gästen auf die vielen Meilensteine zurück, die Seidenader gesammelt und errichtet hat, wie beispielsweise die Schaffung von Bauplätzen, die Ertüchtigung der Kläranlage oder die Renovierung des Kindergartens mit Kinderkrippenneubau – um nur einige dieser Maßnahmen zu nennen. Nach Dankesworten an Seidenaders Frau Hedwig kam er zu der Verleihung der Amtsbezeichnung „Altbürgermeister" (hierzu siehe Bericht in der nächsten Ausgabe). Anschließend fand auch Geschäftsstellenleiter der Verwaltungsgemeinschaft Hunderdorf, Hans Pollmann, einige Worte zur Verabschiedung von Seidenader, den Gemeinderatsmitgliedern und Franziska Wirth. „Ein Abschmied schmerzt immer, auch wenn man sich schon lange darauf gefreut hat", zitierte er Arthur Schnitzler und betonte, dass eine Verabschiedung auch immer ein Einschnitt für die Bleibenden bedeutet, wenn sie jemanden mit großer Kompetenz, viel Sachverstand und langjähriger Erfahrung verlieren. Er dankte Seidenader für das offene Ohr für die Belange der Verwaltungsgemeinschaft, wünschte ihm alles Gute für die Zukunft und überreichte ein Präsent im Namen der Verwaltung. Auch den ausgeschiedenen Gemeinderäten dankte er für die gute Zeit miteinander und für das kompetente Arbeiten in den Sitzungen. Auch Franziska Wirth sprach er für die gute Zusammenarbeit seine Anerkennung aus und wünschte im Namen des Rathausteams von Herzen nur das Allerbeste für ihren Ruhestand.


Die Veranstaltung beendete Altbürgermeister Seidenader mit einem dankbaren Rückblick auf die Zeit seines politischen Wirkens. Er dankte der Pfarrei, der Kindertagesstätte und der Grundschule, der Verwaltung sowie den Vereinen und Gruppen und den Gemeinderäten für die enge Zusammenarbeit und betonte, seine persönlich getroffene Entscheidung, sich nach 26 Jahren aus dem aktiven politischen Handeln zurück zu ziehen und die Verantwortung in jüngere Hände zu geben, sei richtig gewesen. Er dankte für die würdige Gestaltung der Feier, die anerkennenden und wohlwollenden Worte und für die Verleihung des Ehrentitels „Altbürgermeister". Zum Abschluss überreichte Seidenader ein Portraitfoto von sich, um das ihn Bürgermeister Wallner gebeten hatte, um die begonnene Bilderreihe der ehemaligen Bürgermeister im Rathaus fortführen zu können.
Seidenader erntete für seine Abschiedsrede langen Applaus sowie Standing Ovations, woraufhin die Unterholzner Gracherl Sümpfoniker diesen ehrwürdigen Moment mit dem Spielen der Bayernhymne auszeichneten. Der Abend klang mit weiteren Musikstücken und guter Unterhaltung gemütlich aus.

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