search

Kunst die uns bewegt

Aktuelles

Die Initiatorin des Neukirchner Kunstsymposiums Renate Haimerl-Brosch (2.v.l.) und zweiter Bürgermeister Hans Liebl (3.v.r.) mit den angereisten Künstlern vor dem Sommeratelier

Eröffnung des vierten Kunstsymposiums

Jeden Tag legen die Deutschen gut 3,2 Milliarden Kilometern zurück. Pro Person sind das täglich 39 Kilometer, ein neuer Höchststand. Wer nicht mobil ist im Wohnen, Arbeiten, Lernen, Erholen und Handeln bleibt anscheinend zurück. Doch wie beweglich sind wir wirklich? Und ist nicht die entscheidenden Frage: Was bewegt uns eigentlich?


Renate Haimerl-Brosch hat ihr viertes Kunstsymposium deshalb unter das Motto „Unterwegs sein- was uns bewegt, Mobilität-räumlich sozial virtuell geistig" gestellt und dazu sieben Künstler in ihr Atelierhaus nach Neukirchen eingeladen. Zehn Tage lang arbeiten sich Maler, Zeichner, Bildhauer, Aktions- und Konzeptionskünstler aus ganz Deutschland an dem Thema ab.

 

Am Donnerstag, 30. August begrüßte zweiter Bürgermeister Hans Liebl in Namen der Gemeinde die Künstler ganz herzlich. Weiterhin führte er aus, dass man gerne dieses Projekt unterstütze und wünschte einen guten Verlauf und zahlreiche interessierte Kunstliebhaber.

 

Frau Renate Haimerl-Brosch betonte, dass dieses Symposium in den ganzen zehn Tagen für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Interessierte Bürger dürfen den Künstler jederzeit bei ihrer Arbeit zusehen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Die Erstellung der Werke erfolgt im Atelierhaus, im dazugehörigen Sommeratelier, in der alten Post, vor dem Bauhof und im Schulhof.

 

Daraufhin skizzierten die Teilnehmer kurz ihre Pläne für das Symposium. Die Künstlerin Veronika Schneider aus Dresden stellt ihr geplantes Werk, welches auch persönliche Bezüge aufweisen wird, unter das Motto „Woanders hingehen um zur Normalität zu finden". Der Holzbildhauer Hardy Raub aus Eisenach wird in seinem Werk den Prozess der Suche nach Heimat wiederspiegeln und der Konzeptionskünstler Carl Klein aus Brennberg erstellt ein Musikstück für seine Band. Die Malerin Ute Haas, welche sich zu Fuß aus Landshut auf den Weg nach Neukirchen gemacht hat, wird die Wahrnehmungen ihrer langsamen Reise darstellen. Weiterhin plant Katharina Dobner aus Sünching eine Installation mit Schuhen, welche individuelle Geschichten wiederspiegeln. Tony Kobler aus Regensburg wird als Schnellzeichner zunächst von interessierten Bürgern charakteristische Porträts erstellen und diese dann in einem Gesamtkonzept zur Mobilität arrangieren. Die Schauspielerin, Dichterin und Theaterregisseurin Giovanna Salabe machte sich von Berlin aus mit dem Fahrrad auf dem Weg nach Neukirchen und drückt ihre dabei gesammelten Eindrücke in einem Werk aus.

 

Im Abschluss an diese Vorstellungen betonten alle Künstler, dass die Öffentlichkeit herzlich eingeladen ist, ihre Arbeit zu beobachten und dabei ins Gespräch zu kommen. Weiterhin freuen sich die Künstler über Materialspenden wie Holz und Schuhe. Ebenso werden Personen gesucht, welche sich porträtieren lassen, im Abschluss des Symposiums erhalten die Teilnehmer ihr Schnellporträt dann kostenfrei. Nähere Auskünfte dazu erteilt Frau Renate Haimerl-Brosch unter oder auf www.atelier-punkt.de und auch direkt vor Ort im Atelierhaus, Auf der Au 2, bei den teilnehmen Künstlern. Das Symposium geht bis Sonntag den 9. September, hier findet dann ab 14 Uhr das Abschlussfest statt, bei dem mit einem Rundgang alle Projekte von den jeweiligen Schöpfern selbst vorgestellt werden.

top