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Von rechts: Michael Franz (Wasserwirtschaftsamt), Günter Kopp, Josef Hartl (beide H&T, Firmenchef bzw. Bauleiter), Bautechniker Xaver Fleischmann (KEB), Bürgermeister Rudi Seidenader, Polier Stefan Kastl, Sabine Attenberger (Fa. ScharrTec), Lukas Troiber (KEB) und Klärwärter Alois Macht am Pumpenschacht der hydraulischen Pumpstation beim Kläranlagengebäude Obermühlbach.

Abwasserverbundleitung Obermühlbach-Taußersdorf fertig gestellt

Die Gemeinde Neukirchen konnte nach der Modernisierung und Erweiterung der Kläranlage in Neukirchen im Juni 2017 ein weiteres großes Infrastrukturprojekt zum Abschluss bringen. Das Abwasserkonzept berücksichtigte bereits damals den Anschluss des Entwässerungsgebietes Obermühlbach mit ihren rund 300 Einwohnerwerten und in der Folge die möglich werdende Auflassung der Kläranlage Obermühlbach. Die Durchführung des Kläranlagen-Erweiterungsbaus, finanziert von der Gemeinde Neukirchen und durch von den Anschlussnehmern erhobene Verbesserungsbeiträge, bei Kosten von rd. 2,5 Millionen Euro war Voraussetzung für die Förderung nachfolgender Sanierungsmaßnahmen im Rahmen der Härtefallregelung der Richtlinien für Zuwendungen zu wasserwirtschaftliche Vorhaben (RZWas 2018), wie Bürgermeister Rudi Seidenader im Beisein von Vertretern der bauausführenden Firmen H&T-Bau, Ruhmannsfelden und Fa. ScharrTec, Hunderdorf sowie des betreuenden Ingenieurbüros KEB, Straubing und des Wasserwirtschaftsamtes betonte. Wie der Gemeindechef weiter ausführte, umfasst diese Härtefallregelung auch die nun fertiggestellte Verbundleitung mit einer Länge von 1.145 Metern von der Kläranlage Obermühlbach bis zum bestehenden Übergabeschacht in Taußersdorf. Durch den Umbau und die Ergänzung der Mess-, Steuer- und Regeltechnik mit Anbindung an das Prozessleitsystem der Kläranlage Neukirchen ist gewährleistet, dass die gesamten Schmutzwasserfrachten die bislang in der demnächst aufzulösenden Kläranlage geklärt wurden, ab sofort der Kläranlage in Neukirchen zugeleitet werden. Zu den geschätzten zuwendungsfähigen Gesamtkosten in Höhe von 550.000 Euro sind staatliche Zuwendungen von rund 172.000 Euro in Aussicht gestellt.


Der im Wasserwirtschaftsamt Deggendorf für Gewässerschutz und Abwasserentsorgung zuständige Sachgebietsleiter, Michael Franz, hob hervor, dass die Gemeinde Neukirchen mit den Maßnahmen der Kläranlagenertüchtigung und der Kanalverbundleitung von Obermühlbach nach Neukirchen große Beiträge zum Werterhalt der Abwasseranlage der Gemeinde, aber auch zum Gewässerschutz geleistet habe. Er stellte fest, dass die Gemeinde Neukirchen die erste Gemeinde im Landkreis Straubing-Bogen war, die die Härtefallregelung gemäß der Förderrichtlinie RZWas 2016 in Anspruch genommen habe. Er wies darauf hin, dass der 2018 noch verbesserte Förderrahmen auch für weitere Kommunen ein Anreiz sein sollte, Projekte anzustoßen.
Bautechniker Xaver Fleischmann vom Ingenieurbüro KEB stellte heraus, dass diese Abwasserbaumaßnahme, die nunmehr zum Abschluss gebracht werden konnte, besondere Anforderungen an Projektanten und bauausführende Firmen gestellt habe. Habe doch während der Bauphase der laufende Betrieb der Kläranlage Obermühlbach zur Behandlung des Abwassers jederzeit gewährleistet sein müssen, um insbesondere beim Zusammenschluss der Anlagen Rückstaurisiken auszuschließen. Zudem musste die Maschinentechnik und die Rohrleitungsführung an die baulichen Gegebenheiten der vorhandenen Pumpstation angepasst werden. Mit seinem Dank an die Gemeinde und die ausführenden Firmen H+T-Bau und ScharrTec, zeigte er sich aber auch erfreut, dass die Maßnahme ohne nennenswerte Unfälle von Statten ging.


Abschließend richtete der Bürgermeister dankende Worte an das Ingenieurbüro für die Planung, Bau- und Bauoberleitung, an das Wasserwirtschaftsamt, namens Herrn Michael Franz, für die fachliche Beratung und die baufachliche Prüfung, aber auch die Finanzierung des Vorhabens, ebenso an die Firmen H+T-Bau und ScharrTec für die gute und zielführende Zusammenarbeit und an die Grundstückseigentümer für das entgegengebrachte Verständnis und die Bereitschaft ihre Grundstücke nutzen zu dürfen.

 

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